Wir über Uns
Das ist Dahlem:

U-Bahnhof Dahlem Dorf
Dahlem hat 6000 Haushalte und ist das Synonym für die besseren Wohnviertel Berlins. Dahlem reicht vom Breitenbachplatz bis zum Waldfriedhof, von der Sundgauer Straße bis zur Wilmersdorfer Bezirksgrenze.
Wir haben
die Domäne Dahlem, die Freie Universität, das Bundesgesundheitsamt,
wir hatten die Amerikaner, fünf U-Bahnhöfe und viele, viele Villen. In
Dahlem wohnten viele Industrielle und Nazi-Größen, aber auch Pfarrer
Martin Niemöller und Widerstandskämpfer.
Unser Ortsverein hat 250 Mitglieder und eine aktive Falken-Gruppen.
Bei öffentlichen Wahlen haben wir in Dahlem keine Chancen. Wir liegen
bei zwanzig Prozent. In den Stimmbezirken, in denen wir unsere
Kinderfeste durchführen, gibt es eine starke rot-grüne Mehrheit. In
einigen Stimmbezirken - übrigens schreckliche Eigentumswohnungen der
Neuen Heimat - sind wir unter 10 % angelangt. Wir geben aber mit
unserer Öffentlichkeitsarbeit nicht auf.
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Liebe Genossinnen und Genossen, wir trauern um unseren Klaus Kühn, der am 13. September nach längerem Leiden eingeschlafen ist. Klaus war nie jemand, der sich in den Vordergrund drängte, der aber immer dabei war, wenn es zuzupacken galt, beim Kinderfest, beim Info-Stand, beim Tanz in den Mai, bei der Vorbereitung des Sommerfestes, im Wahlkampf. Vor Arbeit hat er sich nie gedrückt. Klaus Kühn (geboren 17. Juni 1935) war das Kind einer halbjüdischen Mutter und eines deutschen Offiziers. Er verbrachte seine ersten Lebensjahre -wie er sagte -mit vielen Umzügen, auf der Flucht beim Verstecken vor den Nazis. Seine Eltern konnten erst nach 1945 heiraten. Davon hat er selber nie Gewese gemacht. Erstmalig auf der Beisetzung von Ruth Thomas hat er davon gesprochen. Da war er schon mit uns in Auschwitz gewesen. Überhaupt hat Klaus selten viel geredet, immer lange überlegt und seine Meinung gebildet. Hartz IV und Sozialabbau hat er nie verstanden. Wenn er von Leuten enttäuscht war, die Karriere gemacht hatten, dann war er es gründlich. Klaus war gelernter Maler, hat lange Jahre bei der Reichsbahn und dann bei der BVG auf dem Hof in der Winfriedstr. gearbeitet. Seine gesundheitlichen Probleme bedingten seinen vorzeitigen Ruhestand, zuletzt durfte er nicht mehr selber Autofahren, was für ihn dramatisch war. Seit über 20 Jahren hat er unsere Arbeit entscheidend geprägt. Und Klaus fragte nach, begierig nahm er alle Informationen auf, um sich seine Meinung zu bilden. 1988 trat er endlich in unsere SPD, war seit 2000 stellvertretender Abteilungsvorsitzender. Im Nachhinein hat er es bereut, nicht früher eingetreten zu sein, denn eigentlich hätte er gerne noch stärker mitgemischt. Klaus, Du wirst uns fehlen ! |